
Vom 9. bis 13. Mai 2019 fand in Györ (Ungarn) die 15. Judo-Europameisterschaft der Polizei statt. An diesem Wettkampf nahmen Judokas aus 16 Ländern teil und es war das große Comeback Russlands, der führenden Nation im Weltjudo. Und das Event hielt, was es versprochen hatte, mit Kämpfen auf sehr hohem Niveau und zum ersten Mal einem gemischten Mannschaftswettbewerb.
Die Schweizer Delegation bestand aus 8 Athleten:
-52 kg: Melissa PEREIRA SERVIAN (Polcant GE)
-57 kg: Alessandra PESENTI (Fedpol)
-63 kg: Morgane BRUEHLART (Polcant FR)
-60 kg: Yann MAGES (Polcant VD)
-73 kg: Vincent ITTIG (Polcant BE) und Sandro BLEIKER (Polcant LU)
-90 kg: Glen MONNARD (Polcant VD) und Micha EGGER (Polcom ZH)
Der erste Wettkampftag war für die Schweiz mit den Bronzemedaillen von Melissa PEREIRA SERVIAN und Morgane BRUEHLART ein voller Erfolg. Bemerkenswert ist, dass Letztere, die noch nicht über viel internationale Erfahrung verfügt, die Sensation des Tages gelang, indem sie die beiden französischen Judoka ihrer Kategorie ausschaltete! Yann MAGES verlor leider seinen Kampf um Bronze und belegte nach vier Kämpfen, von denen er zwei gegen seine griechischen und deutschen Gegner gewann, den 5. Platz.
Unsere anderen Kämpfer schafften es nicht auf das Podium. Wir denken dabei insbesondere an Glen MONNARD, den amtierenden Europameister, der vorzeitig ausgeschieden ist. Micha EGGER gewann zwei großartige Kämpfe und belegte den 7. Platz.
In der ersten Runde des Mannschaftswettbewerbs traf unsere Delegation auf Bulgarien und verlor mit 3:0, nachdem Yann MAGES sich bereits im ersten Kampf verletzt hatte, was die Moral der Mannschaft stark beeinträchtigte. Der Wettbewerb wurde von Deutschland gewonnen.
Mit zwei Medaillen belegte die Schweiz den 8. Platz in der Gesamtwertung, was ein hervorragendes Ergebnis ist. Tatsächlich sind unsere europäischen Kollegen meist Teilzeitpolizisten oder haben einen Imagevertrag mit ihrer nationalen Polizei, was ihnen ermöglicht, fast täglich zu trainieren. Mehrere von ihnen waren bei Europa- oder Weltmeisterschaften platziert oder sogar medaillengekrönt, darunter der Russe Renat SAIDOV in der Klasse über 100 kg, der sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftswettbewerb für Spektakel sorgte.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um unserem internationalen Schiedsrichter Marc DECROUX zu danken, der uns zum zweiten Mal begleitet hat. Er hat während des gesamten Wettbewerbs durch seine Professionalität beeindruckt und unsere Athleten tatkräftig unterstützt.
Michelangelo DELLA VECCHIA
Nationaltrainer